Blaufränkisch Goldberg 2015

DAC Burgenland, Weingut Ernst
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Blaufränkisch
Jahrgang: 2015
Preis: CHF 29.70
Bezugsquelle:

Siebe Dupf Weine

Degustiert: 5/2019
Freudiger: Rubin mit Purpurreflexen. Riecht sehr frisch mit floralen Noten (Veilchen, Margritli) sowie hellen Steinfrüchten. Am Gaumen kirschfruchtig, eher von schlanker, femininer Statur aber gleichzeitig etwas rustikal und ruppig – typisch für einen jungen Blaufränkisch. Auch im Abgang noch unzugänglich, mit Bitternoten. Öffnet sich nach dem Dekantieren und fleissigem Glasschwenken zusehends.
Gesamturteil: Braucht Geduld; Potenzial für 17/20
Kaletsch: Dunkles Rubin mit violettem Schimmer und helleren Rändern. In der Nase wunderbare Toastingnoten mit Kaffee, viel schwarzbeeriger Frucht und floralen Aromen. Am Gaumen noch sehr gerbstofflastig, breit und kräftig. Zeigt aber bereits eine erste schöne Reifesüsse. Tolle Struktur, braucht aber definitiv viel Belüftung und am besten noch einige Jahre Lagerung.
Gesamturteil: Überzeugender Blaufränkisch aus einem Spitzenjahr: 17,5/20
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Kapitel I 2012

Christian Tschida, Illmitz, Neusiedlersee
Rubrik: Klasseweine
Trauben: Zweigelt, Cabernet Franc
Jahrgang: 2012
Preis: Ca. 25.–
Degustiert: 4/2018, eingereicht von Zapfenzieher
Freudiger: Tiefes, undurchdringliches Rot. Etwas irritierende Nase: nasse Windeln, Keller, dahinter verbirgt sich aber gewaltige Frucht. Im Auftakt ein überzeugender Bordeaux-Groove, dann etwas ruppig, aber grosse Substanz. Die Frucht verbirgt sich hinter der Säure, der Wein wirkt ungewöhnlich rau, tanninreich und stark austrocknend. Eventuell in einer schwierigen Phase, eventuell ist der Cabernet Franc derzeit in der Pubertät. Mindestens zwei, drei Jahre warten. Potenzial; bereits jetzt ein top Essensbegleiter!
Gesamturteil: Macht derzeit nicht nur Spass, ich habe mir den Winzer aber gemerkt… 15,5/20
Kaletsch: Dunkles Rubin. In der Nase wie ein klassischer Bordeaux-Blend, aber ohne Waldboden-Groove. Wer danach einen Bordeaux erwartet, wird am Gaumen eines besseren belehrt: Zwar sehr tanninreich und adstringierend, aber viel schlanker als angenommen, beinahe dünn. Schöne Frucht und Säure, aber wenig Volumen. Ein Beweis mehr für die unglaubliche Konsequenz des Winzers Christian Tschida, der sich um Massentauglichkeit foutiert und beharrlich seinen eigenen Weg geht.
Gesamturteil: Ein spannender, andersartiger Wein. 17/20
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