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Château Branaire 2001

  • Saint-Julien Grand Cru Classé
  • Rubrik: Klasseweine
  • Trauben: 70% Cabernet Sauvignon, 22% Merlot, 5% Cabernet Franc, 3% Petit Verdot
  • Jahrgang: 2001
  • Preis: Ca. CHF 60.–
  • Degustiert: 9/2018
  • Freudiger: Fast jugendliches, extrem dunkles Rubin. Diskrete, aber sehr typische Nase mit dunklen Früchten und Curry-Klängen. Am Anfang herrliche Bordeaux-Aromatik. Dann jedoch etwas gar dünn; es mangelt an Struktur, gegen Ende einige Andeutungen von Fleischsuppe. Eher am Ende der Trinkreife.
  • Gesamturteil: Für Liebhaber des klassischen Altherrenbordeaux. Austrinken 16/20
  • Kaletsch: Recht dunkles, fast ins Violettrot kippendes Rubin. Verhaltenes, reduktiv wirkendes Bouquet mit Zedern und Toastingaromen. Nach längerer Belüftung dann Reife- und Tertiäraromen wie Leder. Am Gaumen präsente, aber nie störende Gerbstoffe, bereits sehr trinkreif und erstaunlich wenig Extrakt. Ein einfacher Bordeaux, der bereits jetzt Spass macht.
  • Gesamturteil: Einfacher Trinkgenuss für Bordeaux-Fans. 17/20
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Lafon La Tuilerie 2005

  • Saint-Emilion Grand Cru
  • Rubrik: Klasseweine
  • Trauben: 100% Merlot
  • Jahrgang: 2005
  • Preis: Ca. CHF 65.–
  • Degustiert: 9/2018
  • Freudiger: Biberfladen-Marzipan-Nase und einiges an dunklen Früchten. Extraktreich, dicht, rund, vollgepackt mit ganzen Ladungen von Früchten, dennoch sehr ausgewogen wirkend. Einige Kräuternoten, als ob Cabernet Franc im Spiel wäre. Viel Substanz, viel Holz, aber bereits sehr harmonisch, kann jedoch noch zulegen. Dürfte wesentlich teureren Saint-Emilons ohne weiteres das Wasser reichen.
  • Gesamturteil: Bordeaux mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis. 18/20
  • Kaletsch: Dunkles, dichtes Granatrot. Opulentes Bouquet mit markantem Toasting und Frucht. Am Gaumen eine wahre Explosion: viele (feine) Tannine, viele Aromen, viel Frucht, viel Extrakt. Hart an der Grenze zu «too many notes». Ein sehr moderner, extrahierter Wein, der eine lange Lagerung benötigt. Zweifellos ein spannendes (Kalk-)Terroir und ein ehrgeiziger Winemaker.
  • Gesamturteil: Modern, extraktreich und noch nicht ganz ready. 17+/20 (Potenzial 18+)
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Bad Boy Gold 2006

  • Jean-Luc Thunevin, Côtes du Roussillon Villages AOC
  • Rubrik: Klasseweine
  • Trauben: 60% Grenache, 30% Syrah, 10% Carignan
  • Jahrgang: 2006
  • Preis: Ca. CHF 65.–
  • Degustiert: 12/2017
  • Freudiger: Fast schwarzes Purpur. Süssholz-Düfte mit Garrigue-Würze. Gewaltige Struktur mit viel frischer Frucht und Lakritze, aber dann viel zu gemacht, marmeladig, overdone, auch zu viel Holz. Modern durch und durch, Thunevin-tuned.
  • Gesamturteil: Qualität unleugbar vorhanden, aber da hat man zu viel gewollt. 18/20
  • Kaletsch: Dunkles Violett. Frische, jugendliche Nase mit viel Frucht und markantem Barrique-Toasting. Am Gaumen opulente Frucht, saftig, dicht und sehr extrahiert. Ohne Zweifel ein moderner, getunter Wein vom «Schwarzen Schaf» Jean-Luc Thunevin (Zitat Robert Parker, deshalb auch das Schaf auf der Etikette), der fast zu gefällig ist.
  • Gesamturteil: Moderner Garagenwein. 18/20
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Château de Fieuzal 1996

  • Château de Fieuzal, Pessac-Leognan
  • Rubrik: Klasseweine
  • Trauben: 60 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 5 % Cabernet Franc, 5 % Petit Verdot
  • Jahrgang: 1996
  • Preis: Ca. CHF 60.–
  • Degustiert: 12/2017
  • Freudiger: Tiefdunkles Granat. Klassische Bordeaux-Nase mit betörenden Brombeer- und Cassisnoten begleitet von viel Paprika. Wahnsinnsdruck, verblüffend jugendlich. Leder, Kaffee, schöne Frucht und viel parfümiertes Holz. Ausserordentlich harmonisch, muskulös und elegant. Noch immer ist markantes Tannin vorhanden. Dementsprechend verabschiedet sich der Wein mit einem Versprechen.
  • Gesamturteil: Bordeaux-Spass pur, wenn auch eher für Liebhaber. 18/20
  • Kaletsch: Dunkles Purpurrot. Typisch rauchige Bordeaux-Aromatik mit Waldboden, Tabak und Leder, aber auch viel Frucht und deutlicher Barrique-Note (Röstaromen). Das Tannin, das dem Jahrgang geschuldet ist, dominiert und sorgt und für einen herben Gesamteindruck. Ein paar Jahre zusätzliche Lagerung machen den Wein sicher weicher.
  • Gesamturteil: Ein Wein für Bordeaux-Terroiristen. 17,5/20
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Château Calon-Ségur 1995

  • Grand Cru Classé, Appellation Saint-Estèphe Contrôllée
  • Rubrik: Klasseweine
  • Trauben: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc
  • Jahrgang: 1995
  • Preis: ca. CHF 100.–
  • Degustiert: 10/2017
  • Freudiger: Dunkel funkelndes Rubin. Klassische Bordeaux-Nase mit viel Brombeeren, Kaffee und Paprika-Noten. Am Gaumen ohne jedes Zeichen von Alter. Schon im Ansatz viele Gerbstoffe. Eher diskrete Frucht, trotzdem mundfüllend, schöne Substanz, etwas Erde, etwas Pferdestall. Kernig-elegant, aristokratisch. Ellenlanger Abgang. Am Anfang der Trinkreife.
  • Gesamturteil: Klassischer Bordeaux, etwas viel Tannin, 17/20
  • Kaletsch: Dunkles Rubinrot. Typisch-würzige St-Estèphe-Nase mit Aromen von Zedern und Tabak, die an Cos d’Estournel erinnert. Markantes Gerbstoffgerüst, das eher für 1994 typisch wäre. Am Gaumen mit den austrocknenden Tanninen erst am Beginn der Trinkreife: ein animalisches Kraftpaket. Trotz diesem kompromisslosem Stil kann ich die 95 Parker-Punkte nicht nachvollziehen.
  • Gesamturteil: Klassiker für Bordeaux-Fans, 18/20
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Gigondas 2010

  • E. Guigal Château d‘Ampuis, Appellation Gigondas Contrôlée
  • Rubrik: Klasseweine
  • Trauben: 65% Grenache, 25% Mourvèdre, 10 % Syrah
  • Jahrgang: 2010
  • Preis: ca. CHF 25.–
  • Degustiert: 10/2017
  • Freudiger: Noch jugendliches Rubin. Riecht nach weissem Pfeffer und Siedfleisch; lässt einen reifen Wein erwarten. Im Mund jedoch äusserst jugendlich. Straffe Substanz, begleitet von einer tollen, eleganten Säure; gleichzeitig Ecken und Kanten. Ungestüme Gerbstoffe, wirkt noch nicht ausgereift. Nach Belüftung etwas harmonischer. Bereits jetzt ein schöner Essensbegleiter, lohnt aber einige Jahre Lagerung.
  • Gesamturteil: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 17/20
  • Kaletsch: Dunkelrubin mit violetten Reflexen. Verlockende Rhone-Nase mit schönen Reifetönen und viel Frucht. Am Gaumen überraschend wild. Knackige Säure und Adstringenz durch viel Tannin. Ein Spassmacher, der sein Geld wert ist, obwohl sich der Wein noch etwas in Dysbalance befindet.
  • Gesamturteil: Sicherer Wert, 17,5/20.
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